Geschichte der Glücksburg

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Das "Schloß Glücksburg" ist über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus als eines der bedeutendsten Renaissance-Wasserschlößer Norddeutschlands bekannt. Herzog Johann der Jüngere von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) ließ es als standesgemäße Nebenresidenz und Jagdschloß inmitten eines ausgedehnten Tiergartens (2050 ha) 1582-1587 von Nikolaus Karies auf dem Terrain eines säkularisierten Zisterzienserklosters (Rudekloster) erbauen. Die Klostergebäude wurden abgerissen, und da auch die Klostergärten durch das Aufstauen des Schloßteiches verloren gingen, konnten die Gartenanlagen in Glücksburg nicht ... weitergeführt werden, sondern mussten völlig neu entwickelt werden. Es kann nur vermutet werden, dass bereits Herzog Johann der Jüngere einen kleinen Renaissancegarten unterhielt ... . Spätestens seit 1622 dürfte zu mindestens ein Küchengarten ... existiert haben. |
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Unter dem Gärtner Jürgen Lorentzen (tätig 1703 bis vor 1743) ... wurden zwei neue Gärten in Glücksburg gegründet. Auf dem Gelände des heutigen Rosariums entstand 1706-1709 ... der erste barocke Lustgarten. Eine zweite barocke Gartengründung erfolgte 1733 ... nördlich der Schloßhofinsel, direkt am Ufer des Schloßsees. Der ältere Lustgarten diente seither als Küchengarten und wurde mit Treib- und Gewächshaus ausgestattet. Das ca. 3 ha große, rechteckige Gartenareal war ganz in französischer Barockmanier durch ein orthogonales Wegesystem symmetrisch aufgeteilt und axial auf die ... Schloßhofinsel bezogen worden. ... Mit der Herzogin Anna Carolina (1751-1824) ... hielt schließlich die englische Gartenkunst in Glücksburg Einzug." Unter ihr wurden erste Teile des barocken Gartens landschaftlich umgestaltet. Um 1770 richtete sie einen kleinen Waldpark ein, der später ihr zu Ehren "Carolinenlund" genannt wurde. Im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts wurde der Garten vollständig im englischen Stil umgestaltet. 1827 ersetzte man die alte Orangerie durch das heute noch vorhandene Klassizistische Gartenhaus. (Aus: Historische Gärten in Schleswig-Holstein, Hrsg. Adrian von Buttlar, Margita Marion Meyer, Verlag Boyens & Co, Heide 1996) |

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Im März 1928 trat der letzte Schloßgärtner des herzoglichen Hauses zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, Otto Landmann, in der Schloßgärtnerei sein Amt an, welches er bis zu seinem Tod 1953 ausübte. Er wohnte mit seiner Familie in dem Gebäude des heutigen Rosen-Cafés. Das jetzige Shop- und Bürogebäude des Rosariums beherbergte schon damals Wirtschafts- und Büroräume. An das Wohnhaus schloss sich ein kleiner privater Gartenbereich an. Das Gelände der Gärtnerei erstreckte sich noch weit über das Rosarium hinaus bis zur Wassermühle. Nach dem Tod von Otto Landmann bezog der ehemalige Gärtnergehilfe mit seiner Familie zusätzlich das Wohngebäude und betrieb das Geschäft weiter, das inzwischen nicht nur den herzoglichen Hof belieferte, sondern auch als öffentliche Handelsgärtnerei tätig war. 1974 bezog der letzte Besitzer Charles Desinsky mit seiner Familie die Häuser, ohne jedoch den Anbau weiter zu betreiben. Ab 1984 standen, die dem Verfall überlassenen, Gebäude, leer, das Gelände verwilderte. 1990 schloss Ingwer J. Jensen mit der Stadt Glücksburg einen Pachtvertrag für das heutige Gebäude des Rosariums, sowie das ehemalige Gärtnereigelände. Daraufhin begannen die Bauarbeiten, welche im Frühjahr 1991 mit den letzten Pflanzarbeiten abschlossen. |
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